Der polnische Roma sitzt hinter Gittern in Wien, weil er einen Wagen gemietet hat. Sitzt da ein unschuldiger Mann, der durch die Fehler der österreichischen und polnischen Polizei als jener gezeigt wurde, der einen luxuriösen BMW gestohlen hat und einen ös
- Gibt es keinen Schuldigen, dann ist der Roma schuldig! Unser Bruder war nie in Wien, mehr - nicht mal in Österreich! Und jetzt sitzt er im Gefängnis, weil er in einer Oktobernacht von einem österreichischen Polizisten als Fahrzeugsleiter angeblich erkannt wurde, obwohl es fast unmöglich ist! - alarmieren die Brüder des polnischen Roma namens Kola Michael, der seit einem Monat hinter österreichischen Gittern ist.

- Der 32-jährige Roma, namens Kola Michael, wurde am 2. März 2018 auf dem Flughafen in Łódź festgenommen, als er mit dem Flugzeug aus Grossbritannien nach Polen zurückkam. In Fesseln gelegt, hat er erfahren, dass die Österreicher gegen ihn einen Europäischen Haftbefehl (EuHB) ausgestellt hatten.
- Die österreichische Staatsanwaltschaft hat ihm vorgeworfen, dass er in der Nacht vom 1. zu 2. Oktober 2017, mit Ausnutzung des weissen KIA mit Kennzeichen WR 2645T, zusammen mit zwei Mittätern, einen luxuriösen BMW X5 und einen Skoda geklaut hatte, sowie in einen Laden mit Luxusbrillen eingebrochen war. Auf der Flucht sollte er einen österreichischen Polizisten anzufahren versuchen – setzen die Brüder des Verhafteten fort.

- Er war aber nie in Österreich. Er fliegt zwischen Polen und Grossbritannien. Nach Wien fuhr er nie, es liegt nicht auf seinem Weg – fügen die Brüder hinzu.
Worum geht es also in dieser ganzen Sache?
Es zeigt sich, dass am 1. Oktober 2017 ein Betrüger einen Wagen aus der kleinen Hinterhof- Autovermietung in Zgierz bei Łódź gemietet hat. Dann, in der Nacht vom 1. zu 2. Oktober 2017 wurde dieser Wagen bei Kriminaltaten in Wien genutzt. Um 4:30 Uhr in Poysdorf an der österreichisch-tschechischen Grenze sollte der Leiter dieses Wagens einen Polizisten, der das Auto halten wollte, anzufahren versuchen. Der Polizist hat in der Nacht, bei grosser Geschwindigkeit, den Fahrer wahrgenommen und ist heute überzeugt, dass es Kola Michael sei.
- Unser Bruder fuhr diesen Wagen Anfang September 2017, denn er mietet immer ein Auto, wenn er aus Grossbritannien kommt, um in Zgierz und Łódź fahren zu können. Das war aber einen Monat früher, Anfang September, nicht Anfang Oktober – zeigen die Brüder von Kola Michael die Unterlagen aus der Autovermietung.

Wir waren Anfang September mit diesem Wagen in Łódź, in der Spokojnastrasse am Gefängnis, wo unser weiterer Bruder verweilt. Da an diesem Tag sein Geburtstag war, haben wir für ihn eine Feuerwerk Show veranstaltet, um ihm Freude zu machen. Da kam die Polizei, hat von unserem Bruder, Kola, Ausweis gefordert und festgestellt, dass das gemietete Auto keine Versicherungsunterlagen hatte. Die Polizisten haben einen Bussgeldschein von 50 PLN ausgestellt und sind weggefahren – erzählen die Roma, die um Befreiung des in Wien verhafteten Bruders kämpfen.
Unsere Journalisten gingen nach Wien, um den Sachbestand zu ermitteln. Es zeigt sich, dass aus den Sachakten die Unterlage zur sog. Rechtshilfe zwischen Österreich und Polen verschwunden ist!
Die österreichische Polizei hat sich bei der polnischen erkundigt, wer diesen Wagen gefahren hat. In den Gerichtsakten gibt es eine Angabe über Michael, er sei angeblich vorbestraft. Es gibt aber keine Detaills darüber, wie diese Identifikation durchgeführt wurde – teilt der österreichische Anwalt mit.

- Der Inahber der Autovermietung in Zgierz wurde von der polnischen Polizei nicht verhört. Es sieht so aus, dass ein polnischer Polizeibeamte die Autoangaben in den Komputer eingetragen hat, daher erschien unser Bruder, mit dem wir damals die Feuerwerk Show in Łódź gemacht haben. Wenn es keinen Schuldigen gibt, dann ist der Roma schuld. Das war wahrscheinlich der Grund dafür, dass die Angabe nach Österreich weitergeleitet wurde. Unser Bruder, Kola Michael, war nie bestraft, es ist also eine Lüge! - empören sich die Brüder. Es zeigt sich, die polnische Polizei hat wahrscheinlich der österreichischen die Fotos von dem Roma Kola Michael zugeschickt. Die Brüder erzählen, dass es im Gefängnis zur Wiedererkennung aus der Gruppe von 5 Männern kam. Und der österreichische Polizist, der es vermieden hat, angefahren zu werden, hat Kola Michael als Leiter des weissen KIA angezeigt.
- Unser Bruder erzählte, als er zur Wiedererkennung eintrat, haben die Wärter diesem Polizisten Sachakten gezeigt, wo das Foto von Michael drin war. Der Polizist hatte es also leicht, unseren Bruder anzuzeigen. Alles muss klappen. Es gab keinen Schuldigen, jetzt haben auch die Österreicher einen Roma – ärgern sich die Brüder.
Ausserdem ist die angebliche nächtliche Wahrnehmung des Polens vom österreichischen Polizisten sehr kontrovers. In den Sachakten steht genau, wo der Polizist, der den weissen KIA zu halten versuchte, gestanden hat. Da das Auto flüchtete, musste es mit hoher Geschwindigkeit fahren.

Deshalb sind wir mit unserem weissen TV-Wagen hingefahren, um nachts unsere eigene Journalisten – Rekonstruktion durchzuführen. Wir legen die Fotos davon dem Artikel bei.
Das Auto fährt an dieser Stelle hinauf, deshalb blenden die Autolichter die Person, die auf dem von dem österreichischen Polizisten gezeigten Platz steht. Wir haben Stoppbilder vom Film gemacht und konnten unseren Redaktionskollegen am Lenkrad nicht mal erkennen! Daher bestreiten wir den sog. „ unanfechtbaren Beweis” in dieser Angelegenheit – teilt Robert Rewiński, der Hauptredakteur von Patriot24.net mit.
Die polnischen Roma meinen, dass jemand gezielt ihren Bruder belastet hat. Deshalb haben sie schon bei der Bezirksstaatsanwaltschaft in Łódź einen Antrag gemacht auf Verfolgung derjenigen, die mit Unrecht Kola Michael als Täter der Kriminalfälle in Wien am 1./2. Oktober 2017 angezeigt hatten.

Unsere Journalisten haben darüber auch mit dem Konsul der Republik Polen in Wien geredet, der versprochen hat, bei der Klärung aller formalen Detaills, die mit der Verhaftung des polnischen Bürgers, Roma-Herkunft, verbunden sind, zu helfen. Auch hinsichtlich Rassismus.
Am 2. Oktober 2017 früh war unser Bruder in Warschau beim Arzt. Um 10:30 hat er in der Bank PKO-BP in Zgierz Geld eingezahlt. Wir haben um Kamera-Aufnahmen ersucht, um dem österreichischen Gericht mitzuteilen, dass wir hier mit Täuschung und Verhaftung unseres unschuldigen Bruders zu tun haben- teilen die Roma mit.

- Alle neuen Informationen werden wir auf dem laufenden über Facebook und unseren TV-Kanal Telewizja. Patriot24.net weiterleiten.



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